PK Ankuendigung FP26

Österreichischer Filmpreis 2026

18. Juni 2026, hq7 studios

Die Preisträger:innen des 16. Österreichischen Filmpreises stehen fest: Eine ebenso feierliche wie kunstvoll-verspielte Gala in den hq7 studios, der über 1000 Gäste beiwohnten, würdigte die heimische Filmkunst unter dem Motto „Eine Bühne für den Film“. Für das künstlerische Konzept zeichneten Julia Edtmeier (Schauspielerin, Regisseurin, Theaterleiterin) und Alexander Pschill (Schauspieler, Regisseur, Autor) verantwortlich.

Die Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films zeichneten folgende Produktionen mit Preisen aus: PERLA (8), VIER MINUS DREI (5), HOW TO BE NORMAL AND THE ODDNESS OF THE OTHER WORLD (2), NOCH LANGE KEINE LIPIZZANER (1), NIGHT OF PASSAGE (1), WELCOME HOME BABY (1). Der Preis in der Kategorie Publikumsstärkster Kinofilm ging mit 448.429 Kinobesucher:innen an AUFPUTZT IS’. Der Österreichische Filmpreis wurde in insgesamt 18 Kategorien verliehen. Wir gratulieren allen Preistragenden herzlich – die komplette Liste finden Sie hier.

Das Publikum wurde von der Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films, Verena Altenberger und Arash T. Riahi, willkommen geheißen. Das Duo verwies auf den diesjährigen Einreichrekord beim Österreichischen Filmpreis, ging auf internationale Festivalerfolge ein und hob die Wirtschaftskraft des heimischen Filmschaffens hervor. Gleichzeitig wiesen Altenberger und Riahi angesichts finanziell harter Zeiten für die Branche auf die Notwendigkeit von Streamingabgabe und Investitionsverpflichtung hin – diese sei keine Steuer, sondern eine faire Verpflichtung internationaler Konzerne, in heimisches Filmschaffen zu investieren. „Die Herausforderungen sind real“, so die Präsidentschaft. „Aber die Chancen sind es auch. Denn Filmemachen wird vielleicht nicht einfacher. Aber es wird immer wichtiger. Unsere Filme können Heimat schaffen – für jene, die sie machen, für jene, die sie sehen und für jene, die sich in ihnen wiederfinden.“

Julia Edtmeier und Alexander Pschill würdigten gemeinsam mit dem Schauspielensemble Elena Hückel, Lisa Weidenmüller und Rafael Schuchter das Kino: Als Tramps im Stummfilm-Stil kostümiert, wurde der Abend zur liebevollen Hommage an die Stummfilmzeit. Körpereinsatz und clownesker Humor trafen auf feierlich-berührende Momente, die von Livemusik (Florian C. Reithner, Piano & Anaïs Tamisier, Geige) und einer kraftvollen Gesangseinlage von Ruth Brauer-Kvam begleitet wurden.
Kreativ gestaltete Kurzfilme, in denen Stars wie Birgit Minichmayr, Gerti Drassl und Gerhard Liebmann schelmische Performances ablieferten, sorgten für Begeisterung im Publikum: So lustig kann das Vorsprechen für Shakespeares „Hamlet“ sein.
Pschill und Edtmeier, die gemeinsam das Wiener Theater Bronski & Grünberg gründeten, gelang es in Zusammenarbeit mit ihrem Team spielerisch, die Grenzen zwischen Film und Bühne zu überwinden. Das Motto des Abends wurde auch Dank der riesigen LED Wall von LEDcave überaus lebendig. 

Die Schauspieler:innen Verena Altenberger, Patricia Aulitzky, Ruth Brauer-Kvam, Hilde Dalik, Manuel Rubey und Michael Maertens sowie die Regisseur:innen Mirjam Unger, Mo Harawe, Michael Kreihsl und Stefan Ruzowitzky übergaben Preise und hielten Laudationen auf die Gewerke der Filmbranche.

Die Akademie gedachte ihrer verstorbenen Mitglieder Peter Meiselmann (Tongestalter), Jeanette Voltmann-Pochlatko-Rosenmaier, (Regieassistentin), Luna Jordan (Schauspielerin) sowie der Multimediakünstlerin und Schöpferin der Preisskulptur des Österreichischer Filmpreises VALIE EXPORT mit einer Schweigeminute.

Des Weiteren verkündete die Akademie des Österreichischen Films, dass die Preisskulptur einen Namen erhält und zukünftig VALIE genannt wird. Die Akademie gedenkt damit VALIE EXPORT als großer Künstlerin und Vorreiterin.