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Verleihung Österreichischer Filmpreis 2017

1. Februar 2017
Wiener Rathaus

Die Filmbranche feiert die Besten des Jahres

Gestern wurde der Österreichische Filmpreis zum siebten Mal verliehen.

16 Mal wurde die von VALIE EXPORT gestaltete Preisskulptur im Wiener Rathaus überreicht.

„Es gibt wohl keine Sparte im österreichischen Kulturbereich, die in den letzten 10 Jahren international so spektakuläre Erfolge einfahren konnte, wie der Film. Wir haben den "Österreichischen Film" zu einem Markennamen gemacht.“ so Stefan Ruzowitzky im Abendprogramm.

Ursula Strauss und Stefan Ruzowitzky, die Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films, hatten die Ehre die Statuetten an die Beste männliche Hauptrolle, Peter Simonischek für TONI ERDMANN und an die Beste weibliche Hauptrolle Valerie Pachner in EGON SCHIELE: TOD UND MÄDCHEN zu überreichen.
Die wunderbare Schauspielerin Pia Hierzegger führte durch den Abend, frech und schlagfertig.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny begrüßte in Vertretung des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl bereits zum dritten Mal die heimische Filmbranche im prächtigen Festsaal des Wiener Rathauses.

Die Akademie des Österreichischen Films dankt Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny für seine Unterstützung seit Anbeginn. Spontanen Applaus gab’s gestern Abend für sein Verdienst der Verdoppelung des Anteils weiblicher Filmschaffender im Rahmen der Fernsehfilmförderung.


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Preisträger/innen des Österreichischen Filmpreises 2017 im Wiener Rathaus / © eSeL-Lorenz Seidler

"Im Vorjahr ist es gelungen, den Anteil weiblicher Filmschaffender im Rahmen der Fernsehfilmförderung zu verdoppeln. Erreicht wurde dies durch neue frauenfördernde Richtlinien in diesem Bereich. So konnte der Anteil von Frauen in Regie, Drehbuch oder Produktion von 11 auf 25 Prozent erhöht werden. Das ist der richtige Weg, einer bestehenden Ungleichheit entgegenzuwirken und den Kulturstandort Wien für Filmemacherinnen und Filmemacher gleichermaßen attraktiv zu gestalten", so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny bei seiner Ansprache am Video-Life-Bildschirm vor der Bühnen-Bar.

Der ungarische Oscarpreisträger István Szabó hielt die Gastrede und bekam dafür Standing Ovations von der heimischen Kollegenschaft. Er schloss mit den Worten: „Liebe Freunde! Das Internet schreitet siegreich voran, aber lasst uns noch ein wenig richtige Kinofilme machen.“

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Andreas Mailath-Pokorny / © Viktor Brazdil

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István Szabó / © Robert Newald

Die Verleihung fand im Setting einer Bühnenbar statt. Mit Barfrau / Beatrix Brunschko, Piano / Lothar Scherpe, Trompete /Imre Lichtenberger Bozoki, Percussion / Moses Afanyi, Wein /Dürnberg und Wodka. Die Bar war der Sammelpunkt für die Preisträger und Preisträgerinnen nach der Preisübergabe. Auch nach der Show war die Bühnenbar ein begehrter Hotspot des rauschenden Festes.

Erstmals wurden Filmausschnitte auf großen Screens eingespielt, ein Wunsch von vielen, den Regisseur Peter Payer heuer toll verwirklichte. Er zeichnete auch für die gesamte kurzweilige Inszenierung verantwortlich.

Die Vorjahrespreisträger für „Bestes Szenenbild“, Hubert Klausner und Johannes Salat, gestalteten die Bühne, den großen Festsaal und die Wappensäle. 1000 Gäste aus der Film- und Medienbranche feierten und tanzten bis spät zum Sound von DJ URBS.

Der Direktor des Österreichisches Filminstituts Roland Teichmann beschreibt die Bemühungen der Akademie des Österreichischen Films wie folgt: „Der Österreichische Filmpreis ist eine nicht mehr wegzudenkende strahlende Bühne, die als jährlicher Fixpunkt dem heimischen Filmschaffen neben Wertschätzung und Aufmerksamkeit auch den verdienten Stellenwert verleiht. Auf dieser strahlenden Bühne stehen nicht nur die Preisträger/innen, sondern alle, die zur Vielfalt des heimischen Filmschaffens beitragen, alle, die diese starken und eigenständigen Filme erdacht, ermöglicht und gemacht haben.

Film lebt von Zusammenarbeit, von Ideen, von Kreativität, vom (Er)finden von Geschichten mit relevanten Themen und er gelingt dann, wenn alle an einem Strang ziehen. Insofern ist der Österreichische Filmpreis für mich auch Zeichen und Ausdruck dieser Gemeinschaft, die die gesamte Branche in ihrer Vielfalt stark macht.“

Die spiralförmige Preisskulptur aus Aluminium stammt von der renommierten österreichischen Künstlerin VALIE EXPORT und ist 37 cm groß und 3,3 kg schwer. Jede Statuette ist signiert und somit ein originales Kunstwerk.

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Ursula Strauss, Stefan Ruzowitzky, Beatrix Brunschko / © eSeL.at - Lorenz Seidler

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© eSeL.at - Lorenz Seidler

Verleihung Österreichischer Filmpreis 2017