Szenenbild: Katharina Wöppermann

„Der Nachhaltigkeitsgedanke zieht seine Kreise“


Das Szenenbild beim Österreichischen Filmpreis 2020 wurde von Katharina Wöppermann entworfen. Ein Gespräch mit Stephanie Laglbauer, Georg Petermandl und Kathrin Puscasiu.

Vernetzung innerhalb der Branche ist wichtig! So kann man oft einige Materialien und Requisiten wiederverwenden oder upcyclen. Holz und andere Materialien werden teilweise weiter verschenkt, trotzdem fällt noch viel Müll am Set an. Abnehmer in der Umgebung zu finden – wie beispielsweise Bauern am Land – ist immer eine nachhaltige Option, oftmals aber gar nicht so einfach.

Die Wiederverwendung von bereits bestehenden Kulissen klingt in der Theorie zwar gut, doch der Arbeitsaufwand bei solchen Umbauten ist oft zu groß. Initiativen von Produktionsseite wären wünschenswert, um ein Bewusstsein für nachhaltiges Arbeiten zu schaffen. Es gibt zumindest schon Produktionen, die ein Auge auf Nachhaltigkeit haben und der Rückhalt von Seiten der Produktionen kommt langsam mehr und mehr.

Ein Wunsch an die Branche: Man könnte sich überlegen, ein Zertifikat und Boni von Förderungen in die reguläre Filmförderung einzubinden, um Bewusstsein zu schaffen.

Doch konkret zur Gala 2020: Auch das Bühnenbild beim zehnten Österreichischen Filmpreis stand ganz unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit. So war der verwendete Teppich auf der Bühne aus wiederverwendeten Materialien einer alten Produktion, die Stühle für die Preisträgerinnen und Preisträger geliehen und die Bäume, die die Bühne schmückten, wurden von einem Tischler aus der Region zur Verfügung gestellt und fanden nach der Gala auch ihren Weg zurück, wo sie zu Möbel weiterverarbeitet werden.

Die Projektionsleinwände bestanden aus recyclebarem Kunststoff, aus dem im Anschluss an die Verleihung Taschen genäht wurden, deren Erlös dem Verein chong* zugutekamen.

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© eSeL.at - Joanna Pianka